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2011: Quergänger – 2010: Il Sogno Segreto – 2009: Paradies – der dreizehnte Gesang 2006: Humilitas – Mut und Demut 2005: Il Ponte del Diavolo – |
Francesco Garbelli (2003)
Lebt und arbeitet in Mailand, wo er 1990 am Polytechnikum sein Studium abschloss. Eigene künstlerische Arbeit vor allem als „ikonografischer Konzeptkünstler“ seit Anfang der achtziger Jahre. Eine archäologische Situation?! In einem Raum, dessen Putz über Jahrhunderte Stück um Stück von der Wand gebröckelt ist, haben sich einige Fresken wie Inseln im Meer der Zerstörung erhalten. Hier ein Teil eines aufgedunsenen Leibes, dort betende Hände, zwei Kerzen und vor allem – unverkennbar – das Haupt des Hl. Antonius. Die Installation von Francesco Garbelli suggeriert ein – oder gar mehrere? – herrliche Wandgemälde, die vor langer Zeit diesen Raum ausgekleidet haben. Werden wir hier Zeuge der Restaurierung einer kunsthistorischen Sensation? Bei genauerer Betrachtung würden Kunsthistoriker in einem Porträt den Kopf eines Verdammten entdecken, den sie aus der Sixtinischen Kapelle zu kennen glauben, während ein Totenschädel unmittelbar einem großem Fresco in Pisa entsprungen zu sein scheint. Und damit sind wir beim aktuellen Thema: Francesco Garbelli baut uns eine Brücke von der Jetztzeit zu den seit Jahrhunderten gestalteten Themen im Umkreis der „Versuchung des Hl. Antonius“. Es sind die Fragmente einer Meßlatte, auf die heutige Künstler in ihren Arbeiten Bezug nehmen wollen und müssen. |